70 Jahre Strom aus dem Wasserkraftwerk Dobra-Krumau

Wasserkraft ist eine beständige Form der Energiegewinnung und schützt die Umwelt, da keine Treibhausgase oder Abfälle erzeugt werden. Österreich bietet optimale Voraussetzungen und profitiert dank seiner zahlreichen Gewässer von einer sicheren und eigenständigen Energieversorgung.

16. November | 00:00

70 Jahre Strom aus dem Wasserkraftwerk Dobra-Krumau
Nach dem Jahr 1945 setzte eine Elektrifizierungswelle ein, und um den neu aufkommenden Energiebedarf zu decken, startete die EVN (damals NEWAG) mit dem Bau einer Kraftwerkskette am Mittellauf des Kamp. Im Jahr 1953, also vor genau 70 Jahren, wurde in diesem Zuge das Kraftwerk Dobra-Krumau in Betrieb genommen und trägt auch noch heute zur Stromversorgung in der Region bei.

Der Bau der Kamp-Kette ist bis heute eines der größten Infrastrukturvorhaben in der Geschichte Niederösterreichs. Zwischen dem Turbinenauslauf des Kraftwerks Ottenstein und der etwa zehn Kilometer flussabwärts gelegenen Staumauer Dobra, erstreckt sich der Stausee Dobra mit einer Oberfläche von 1,5 Quadratkilometern.

Aus diesem Stausee erhält das Kraftwerk Krumau über einen etwa drei Kilometer langen Tunnel sein Triebwasser. Alle drei Jahre wird der Zustand des Triebwasserstollens sicherheitstechnisch begutachtet. „Bei dieser Kontrolle wird der Stollen Meter für Meter von EVN Mitarbeitenden überprüft, um mögliche Schäden zu erkennen und zu beheben“, erklärt EVN Sprecher Stefan Zach.

Beinahe das gesamte Speichervolumen – 20 der 21 Millionen Kubikmeter – lässt sich zur Energiegewinnung nutzen. Das Kraftwerk Dobra-Krumau wird von drei Francis-Turbinen betrieben, die je eine Leistung von 5.500 Kilowatt erbringen.

Aktuell betreibt die EVN Naturkraft fünf Speicherkraftwerke und 66 Laufkraftwerke in Niederösterreich und der Steiermark. „Durch diesen vielfältigen Einsatz von Wasserkraft werden jährlich 170.000 Tonnen CO2 eingespart. So leisten die EVN-Wasserkraftwerke einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Stabilisierung des Stromsystems“, erzählt Zach.  

Über EVN Naturkraft
Die Energieerzeugung durch Wasserkraft ist seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil der EVN. Ziel der EVN ist ein behutsamer und konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien. Dazu zählt neben der Nutzung von Wind, Sonne und Biomasse auch die Wasserkraft. Im Wasserkraftbereich liegt die Strategie vor allem in der Revitalisierung und Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke. Die Kleinwasserkraftwerke der EVN erzeugen Öko-Strom für rund 37.000 niederösterreichische Haushalte.

Im Rahmen von „Wir fürs Klima“ der EVN Klimainitiative wird die EVN ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis 2034 um rund 60 % reduzieren. Mehr zur EVN Klimainitiative unter www.evn.at/klima

Daten und Fakten
  • Inbetriebnahme: 1953
  • Turbine: 3 Francis-Turbinen
  • Engpassleistung: 16.500 Kilowatt
  • Arbeitsvermögen im Regeljahr: 32.250 Megawattstunden
  • Ausbaudurchfluss: 30,00 m³ / sec
  • Fallhöhe: 72,50 Meter
  • Fließgewässer: Kamp

Pressekontakt

Mag. Stefan Zach, MAS

Mag. Stefan Zach, MAS

Leiter Information und Kommunikation, EVN Konzern

stefan.zach@evn.at

Kerstin Kroyer

Kerstin Kroyer

Information und Kommunikation, EVN Konzern

kerstin.kroyer@evn.at